Umschalten auf der IAA 2019: innovativ und praktisch

Die Internationale Automobilausstellung in Frankfurt am Main stand dieses Jahr unter dem Motto „Driving tomorrow“. Aber konnte die Ausstellung das Versprechen wirklich einlösen? Wir haben uns umgesehen und spannende Innovationen zu „New Mobility“ und Fuhrparkmanagement entdeckt.

Die größte Automesse der Welt hat mit schwindenden Besucherzahlen zu kämpfen: Besuchten 2017 noch über 800.000 Menschen das Branchenevent, waren es in diesem Jahr nur noch 560.000. Aber ist das Interesse an der Automobilität wirklich gesunken oder verschiebt sich die Aufmerksamkeit hin zu neuen Themen und Kanälen? Eine digitale Reichweite von einer halben Milliarden Nutzer spricht auf jeden Fall für weiterhin großes Interesse – selbst wenn man nicht unbedingt vor Ort sein will.

 

Das zeigten VW, Mercedes und Co.

Die großen Marken waren auf der IAA natürlich sehr gegenwärtig. Mercedes präsentierte in einer der eindrucksvollsten Hallen rund 30 Fahrzeuge von Konzeptauto VISION EQS über sportliche SUV-Coupés bis hin zu Hybridmodellen. Besonders aufsehenerregend war die kreative Präsentation der neuen Sicherheits- und Komfortfeatures der nächsten Mercedes-Modellgeneration.

Hervorheben muss man außerdem das klare Messe-Highlight: Der starke Auftritt von Volkswagen. Nach dem Dieselskandal strebt der Konzern nicht weniger als eine 180-Grad-Wende hin zu alternativen Antrieben an und will zum Marktführer für Elektromobilität werden. Der VW ID.3 ließ sich live vor Ort bestaunen und ist bereits jetzt zur Registrierung freigegeben.

Neuentwicklungen abseits der großen Hersteller

In den kommenden Monaten legt umschalten.de jedoch den Fokus auf Innovationen abseits der bekannten Hersteller. Denn ein Gefühl dafür, wie der Antrieb der Zukunft konkret aussehen könnte, bekommt man vor allem hier. In kurzen Video-Interviews und mit ausführlicheren Hintergrundinformationen stellen wir Start-ups, Forschungs- und Technologie-Unternehmen vor, die sich mit den Kernthemen von umschalten.de beschäftigen:

· Fuhrpark- und Flottenmanagement
· Elektrische Nutzfahrzeuge
· Ladeinfrastruktur

Wir stellen Ihnen spannende Firmen wie die Evum Motors GmbH vor, die einen elektrischen Transporter mit modularer Ladefläche entwickelt hat. Ein und dasselbe Fahrzeug kann so als Pick-up, Klein-LKW oder Kleinbus genutzt werden. Die Geschwindigkeit von bis zu 70 km/h und eine maximale Reichweite von 200 Kilometern haben bereits erhebliches Interesse geweckt: Auch aus Sachsen wurde das „aCar“ von Evum bereits angefragt.

 

 

Eine weitere Innovation, die heute noch nach Zukunftsmusik klingen mag, kommt von der INTIS – Integrated Infrastructure Solutions GmbH. Diese bringen das induktive Ladesystem der Transrapid-Teststrecke auf die Straße und liefern somit eine mögliche Lösung für das Reichweitenproblem von E-Fahrzeugen. In einem kommenden Artikel erläutern wir Ihnen, wie genau diese Technologie funktioniert und wie eine solche Infrastruktur realisierbar sein könnte.

 

 

Vorangetrieben wird die Entwicklung hin zu neuen Mobilitätskonzepten auch von Beratungsunternehmen wie MHP. Das Tochterunternehmen der Porsche AG verbindet Management und IT und entwickelt neue Prozesse und Produkte, um beispielsweise einen in der Zukunft drohenden Verkehrsinfarkt zu verhindern. Besonders interessant sind auch aktuelle Ansätze, die betriebliche Mobilitätskonzepte digitalisieren und sich mit der Frage beschäftigen, wie unsere derzeitigen Stromnetze mit Erneuerbaren Energien umgehen können. Mehr dazu in unserem kurzen Video-Interview:

 

 

Die IAA ist nach wie vor ein Erlebnis der besonderen Art. Neue Modelle bestaunen, mit Kollegen der Branche ins Gespräch kommen und die zahlreichen Innovationen im Bereich der „New Mobility“ erleben. Auch der Verband der Deutschen Autoindustrie hat die Zeichen der Zeit erkannt und will den Wandlungsprozess noch stärker widerspiegeln:

 

„Die Transformation der gesamten Branche verändert auch die IAA.“

VDA-Präsident Bernhard Mattes

 

Ein neues IAA-Konzept wird derzeit erarbeitet. Mattes: „Wir gehen noch intensiver in Richtung interaktive Formate, die den Dialog fördern und echte Erlebnisse stärken. Und wir werden noch stärker digital präsent sein. Beschränken wir uns heute primär auf das Messegelände, wollen wir morgen neue Mobilität noch stärker zum Bürger in die Stadt selbst tragen. Damit verknüpft ist die Standortfrage. Frankfurt ist als Standort weiterhin im Spiel, doch es gibt auch andere attraktive Optionen. Wir äußern uns dazu, wenn die Beschlüsse gefasst sind. Ich bin davon überzeugt: Die IAA 2021 wird noch spannender, erlebnisreicher und dialogorientierter als die bereits sehr erfolgreiche IAA 2019.“

Wir von umschalten.de verfolgen die Themen für Sie natürlich intensiv weiter und freuen uns mit Ihnen auf die Unternehmen von der IAA, die wir in naher Zukunft vorstellen. So sind Sie garantiert immer über aktuelle Trends und die praktischen Möglichkeiten der E-Mobilität für Ihren Fuhrpark informiert.

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