Strom fürs Auto tanken – per App geht es flott und einfach

Hektische Blicke zur Akkuanzeige und die Kilometer bis zum Ziel ziehen sich unendlich. Dies gehört noch zum Fahren von Elektroautos wie Anschnallen und mit dem Fuß das Geschwindigkeitspedal zu betätigen. Reichweitenangst nennen es Experten sogar ganz offiziell. Elektromobilität ist viel: fortschrittlich, effizient, ökologisch, wirtschaftlich. Aber sie erfordert eben auch gute Planung, um immer über einen geladenen Akku zu verfügen.

Ganz einfach einen Platz zum Laden finden und mobil bezahlen – unser Azubi Chris erklärt im Video, wie die App „E-Charging“ funktioniert.

App spürt Ladesäulen auf

Laut Bundesnetzagentur gibt es aktuell mehr als 7.000 öffentlich zugängliche Ladesäulen mit etwa 14.000 Ladepunkten. Doch deren Verteilung entspricht nicht immer den Bedürfnissen der Fahrer, gerade auch im ländlichen Raum.

Herausgeber: Bundesnetzagentur, Quellennachweis: (c) GeoBasis-DE/BKG 2019

 

Eine neue App hilft nun dabei, die Infrastruktur der Ladesäulen optimal für die eigenen Zwecke zu nutzen und gleichzeitig den Bezahlvorgang zu vereinfachen. So findet man prompt die nächstgelegene Station und bei Verfügbarkeit auch eine Schnelladestation, an der der Ladevorgang mitunter nur wenige Minuten dauert.

Handy zücken, Strom bezahlen

Zwischen 200 und 400 Kilometer weit kommen aktuelle „Stromer“-Modelle mit einer Akkuladung. Dann ist die Fahrt zur nächsten Ladesäule nötig. Doch der Zugang und das Handling dieser Säulen ist für die Besitzer von E-Autos oft noch kompliziert. Das ist das Ergebnis eines Ladesäulen-Checks eines Stromanbieters in Zusammenarbeit mit dem Recherche- und Marktforschungsinstitut statista. Verwirrende Tarifstrukturen, unterschiedliche Zugangsvoraussetzungen sowie eine Vielfalt von Abrechnungsmethoden verkomplizieren den Alltag der Kunden, so die Studie.

Aber es gibt Abhilfe. Einen komfortablen Überblick über die Ladesäulen-Infrastruktur und gleichzeitig eine einfache Bezahlung bietet die neue App „E-Charging“. Bezahlt wird standardgemäß über die Mobilfunkrechnung. Für die App haben sich DREWAG und ENSO sowie weitere Partner deutschlandweit bis nach Hamburg und Rostock zusammengefunden.

Und so funktioniert das Stromtanken über die App:

  1. Laden Sie die App „E-Charging“ im Apple App Store oderGoogle Play Store.
  2. Registrieren Sie sich mit Ihrer Mobilfunknummer.
  3. Wählen Sie einer der zwölf Anbieter je nach Region aus.
  4. Lassen Sie sich über die App zu einer Ladesäule navigieren oder öffnen Sie die App direkt an der Säule.
  5. Drücken Sie das Euro-Zeichen. Anschließend prüft die App die Verfügbarkeit. Bestätigen Sie dann „Ladevorgang starten“.
  6. Schließen Sie das Ladekabel an.
  7. Wenn das Laden beendet ist, finden Sie diesen Vorgang (und alle anderen) unter „Transaktionen“.
  8. Bezahlt wird automatisch über das ausgewählte Zahlungsverfahren.

Nettes Gimmick der App: Sie kann sich auch merken, wo man das Auto abgestellt hat. Das ist überaus praktisch, wenn man wechselnde Ladesäulen benutzt und dabei leicht die Übersicht verliert oder in einer fremden Stadt unterwegs ist. Das Netz an hinterlegten Ladesäulen wird stetig erweitert. Die Betreiber rüsten derzeit immer mehr Stationen um, damit diese über die App komfortabel und schnell bedient werden können.

Nicht über die Mobilfunkrechnung bezahlen? Geht auch!

Wer die praktische „E-Charging“-App nutzen möchte, aber beispielsweise eine Drittanbietersperre im Mobilfunkvertrag aktiviert hat, kann weitere Zahlungsmittel hinterlegen. In der App gibt es dazu den Menüpunkt „Nutzerportal“. Achtung: Es öffnet sich ein neues Fenster mit dem Angebot von „TraviPay“. Die Parking-App ist mit „E-Charging“ verbunden, beide Anwendungen gehören zum selben Unternehmen.

In dem Nutzerportal können in wenigen Schritten die E-Mail- und Mobilfunkdaten hinterlegt werden. Im Anschluss können die Bankdaten, eine Kreditkarte oder demnächst das Paypal-Konto gespeichert werden. Aufgrund der Verknüpfung der Mobilfunknummer funktioniert die Abrechnung nun bequem an der Ladesäule mit der bevorzugten Zahlungsart. Übrigens: Die Apps „TraviPay“ und „E-Charging“ können mit demselben Login genutzt werden. Viele Städte bieten mittlerweile diese Methode zum Mobilen Bezahlen von Parkplatzgebühren an. In Zukunft sollen beide Angebote enger zusammenwachsen.

Strom tanken: So geht’s auch!

Unser Fazit: „E-Charging“ ist ein System, dass bereits in vielen Städten Deutschlands relativ bequem funktioniert. Die weiteren Zahlungsmethoden sind ein praktischer Service. Die Verwirrung zwischen den Marken „TraviPay“ und „E-Charging“ hat der Betreiber zudem erkannt und bessert nach. Prinzipiell ist es gut, dass beide Apps mit einem Login genutzt werden können. Alles in allem ist dieses System für E-Autofahrer auf jeden Fall einen Versuch wert.

Wer sein E-Auto überwiegend in Sachsen nutzt, kann seit geraumer Zeit zudem das „StromTicket“ von DREWAG und ENSO nutzen. Hier registrieren Sie sich einmalig und hinterlegen dann Ihre Zahlungsdaten (Kreditkarte, Lastschriftverfahren oder Prepaid). Dieses System funktioniert seit Jahren zuverlässig.

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