Erster Ridepooling-Anbieter „CleverShuttle“ in Dresden

Ab sofort kann man sich in Dresden eine Fahrt mit einem Elektroauto teilen, auch wenn man den Mitfahrer nicht persönlich kennt. Möglich macht das die App „CleverShuttle“, die in Leipzig bereits über 15.000 Nutzer monatlich zu mindestens 4o Prozent unter Taxikosten bewegt.

Das Prinzip dahinter ist einfach: Statt jeden Kunden einzeln zu fahren, ermitteln die App und ein intelligenter Logarithmus, wie die Strecken „clever“ gefahren werden können. Wartet auf dem Weg vom Flughafen zum Hauptbahnhof ein weiterer Fahrgast, der in Hellerau zu einem Geschäftstermin will? Mit kluger Streckenplanung und nur wenigen Minuten Umweg für die Mitfahrer werden so erheblich Kosten gespart, die an den Fahrgast in Form günstigerer Preise weitergereicht werden. Auch für Unternehmen bietet sich so eine Alternative, um die Ausgaben für Mobilität zu verringern, ohne auf Komfort verzichten zu müssen.

Umweltbewusst fahren und Geld sparen

Zu Beginn werden die Sammeltaxis sonntags bis donnerstags von 16 bis 2 Uhr und freitags und samstags jeweils von 16 bis 4 Uhr fahren; die Betriebszeiten sollen noch ausgebaut werden. Wie bei anderen Taxi-Apps wie „MyTaxi“ kann in dieser Zeit ein „CleverShuttle“ bestellt werden. Der Clou: Durch effiziente Streckenplanung können elektrifizierte Modelle genutzt werden, sodass die Taxifahrt nicht nur günstiger, sondern auch nahezu emissionsfrei wird. In Zukunft könnten so auch weniger Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sein, die dank geringerer Lärmbelästigung zusätzlich die Nerven schonen.

Das Unternehmen „CleverShuttle“ setzt für Dresden wie in Leipzig auf das bewährte JointVenture zwischen „CleverShuttle“ selbst und der Madsack-Gruppe. Das Medienhaus hinter den „Dresdner Neuesten Nachrichten“ steht dabei als Mehrheitseigner hinter dem Dresdner Geschäft und setzt US-Anbietern bereits frühzeitig eine Alternative aus Deutschland entgegen. „CleverShuttle“ gilt als einer der wenigen Ridesharing-Anbieter, die in den deutschen Metropolen mit behördlicher Erlaubnis unterwegs sind und fest angestellte Profi-Fahrer beschäftigen. Die Ladetechnologie für die Fahrzeuge kommt zudem aus Dresden: In Kooperation mit DREWAG wurden die erweiterbaren Basisladestation für „Clevershuttle“ realisiert. Die Ladepunkte befinden sich am City Centers, dem zentralen Standort von CleverShuttle.

Dresden gilt als attraktiver Standort

Die Entscheidung für „CleverShuttle“ nach Dresden zu gehen, war für das Start-up mit mittlerweile über 600 Mitarbeitern nur logisch: „Dresden steht als einer der wichtigsten Forschungsstandorte Deutschlands für die Vernetzung von Innovation und Zivilgesellschaft. CleverShuttle als erster emissionsfreier Ridepooling-Dienst darf hier nicht fehlen“, erklärt Geschäftsführer Bruno Ginnuth gegenüber umschalten.de. Das Unternehmen sieht sich dabei ganz klar nicht als Konkurrenz zu traditionellen Taxi-Anbietern. Vielmehr gehe es darum, eine „attraktive Lösung anzubieten, die Menschen von nachhaltiger Mobilität überzeugt, und die Städte dabei unterstützt, ihren Verkehrsproblemen nachhaltig zu begegnen“, so Ginnuth weiter. Leipzig zeige bereits, dass Ridepooling grün und profitabel sein könne.

Eine konkrete Zusage zur Kooperation mit den neuen „MOBIpunkten“ in Dresden konnte „CleverShuttle“ auf Anfrage nicht bestätigen. Am Vorbild aus Hamburg namens „SwitchH“ beteilige sich das Ridepooling-Unternehmen jedoch bereits und man freue sich auf den Austausch mit lokalen Akteuren in Dresden. Der ursprüngliche Starttermin im Sommer konnte aufgrund aufwendiger Genehmigungsverfahren nicht gehalten werden. Ab dem 10. Dezember 2018 sind nun jedoch die ersten cleveren Shuttles unterwegs.

Günstiger unterwegs, gut für die Umwelt und fair zu den Fahrern – „CleverShuttle“ klingt nach einem überzeugenden Angebot. Wie gut es tatsächlich im Alltag funktioniert, werden wir von umschalten.de noch testen. Was ist Ihr erster Eindruck vom Ridepooling-Anbieter, ist das die Mobilität der Zukunft? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

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