Elektroauto: Stromanbieter unterstützen Sie bei Wallbox und Co.!

Am Anfang steht die Idee: „Wir wollen mitmachen bei der Elektromobilität!“ Doch dann stellt sich die Frage: Wie geht das überhaupt? Wer berät rund um Ladestationen und ums Elektroauto? Wer stellt sicher, dass der eigene Anschluss auch hinreichend Kapazitäten hat? Wie so oft liegt der richtige Ansprechpartner ganz nah: Ihr kommunaler Stromanbieter.

Um uns selbst ein Bild zu machen, was auch kleinere Energieunternehmen zur E-Mobilität leisten können, haben wir mit Herrn Stephan Buffi gesprochen, Vertriebsleiter der Stadtwerke Elbtal GmbH. Das Energieunternehmen mit Sitz im ostsächsischen Radebeul bietet seinen Kunden Strom, Erdgas, Wärme und Services sowie Produkte rund um Elektromobilität – alles aus einer Hand. Der kleine regionale Anbieter versorgt die Haushalte zwischen der Landeshauptstadt Dresden und der berühmten Porzellanstadt Meißen.

Elektromobilität: Wie sehen regionale Stromanbieter hier die Chancen?

Stephan Buffi erzählt: „Das Thema ‚Elektromobilität‘ haben wir vor ungefähr anderthalb Jahren aufgegriffen. Wir wollten die steigenden Kundenanfragen kanalisieren und auch mit persönlicher Erfahrung beraten können.“ Seitdem haben die Stadtwerke zwischen Radebeul und Coswig ein eigenes Elektroauto, einen VW e-up. „Ich und mein Team fahren gerne mit unserem Elektroflitzer. Die Automatik ist bequem und das Telefonieren mit Freisprecheinrichtung sehr geräuscharm“, so Buffi weiter. Er hat allerdings auch schon negative Erfahrungen gesammelt: „Bei einem Termin in Bautzen hatte ich das Elektroauto nicht richtig angeschlossen und der Ladevorgang hat nicht funktioniert.“ Entschleunigung pur: „Um zurückfahren zu können, hieß es dann erstmal beim Bäcker abwarten und Tee trinken.“

Porträt Stephan Buffi

Diese einmalige Erfahrung hat seine Begeisterung für Elektromobilität jedoch nicht geschmälert. Herrn Buffi geht es vor allem darum, glaubwürdig über E-Mobilität und ihre Vor- und Nachteile mit seinen Kunden sprechen zu können. Wenn nur geringe Reichweiten benötigt werden, eignen sich E-Autos hervorragend. In Zukunft wird es jedoch noch stärker einen Mobilitätsmix geben müssen, so Buffi. „Wenn ich an die Ostsee in den Urlaub fahren will, wird es auch in Zukunft ohne Verbrenner, vielleicht via Carsharing, kaum gehen“, so der Vertriebschef. Zu Schulungen nach Berlin führe er auch heute schon unkompliziert mit der Bahn.

Stromanbieter und E-Mobilität: Mehr als Stromtarif und Wallbox installieren

Damit Unternehmen aus den verschiedenen Branchen auf Elektromobilität „umschalten“ können, müssen Voraussetzungen geschaffen werden. Neben der Anschaffung eines Elektroautos steht auch die Frage im Raum, wie und wo man das Fahrzeug laden will. Insbesondere hier lohnt sich der Griff zum Telefonhörer und ein Anruf beim örtlichen Stromanbieter. „Wenn uns jemand zu Elektromobilität anfragt, ist unsere erste Aufgabe die Beratung.“ so Stephan Buffi. Gemeinsam mit seinem Kollegen auf der Netzseite wird zunächst abgefragt, in welchem Umfang Ladekapazitäten benötigt werden. Geht es um nur ein Fahrzeug oder soll ein ganzer Fuhrpark geladen werden? Soll die Ladesäule öffentlich zugänglich sein oder nur für die eigenen Mitarbeiter? Und natürlich: Ist diese zusätzliche Belastung für den Stromanschluss vor Ort auch zu stemmen? „Wenn diesen Fragen beantwortet sind, kalkulieren wir ein Angebot. Hier ist es wichtig, ob Wallboxen reichen oder ob ganze Ladesäulen aufgebaut und entsprechend auch Baumaßnahmen erfolgen müssen“, erläutert Vertriebschef Herr Buffi. Auch die Bauplanung, der Wallbox Installationsservice und die konkrete Umsetzung erfolgen durch die Stadtwerke. „Selbst zur Abrechnung an öffentlichen Ladesäulen können wir die entsprechende Software anbieten“, so Herr Buffi weiter.

E-Autos sind auch in ländlicheren Regionen attraktiv

Die Beratung hat auch bereits einige Kunden im Elbtal überzeugt. Dazu gehört beispielsweise die Volkssolidarität Elbtalkreis-Meißen. Dessen Pflegedienst ist bereits seit März 2018 mit einem VW e-up unterwegs; die Wallbox mit 11 kW haben die Stadtwerke Elbtal projektiert und installiert. „Die tägliche Route von circa 100 Kilometern ist perfekt für die Reichweite des kleinen Stromers“, so Herr Buffi. Täglich ist das Elektroauto unterwegs, um die über 300 Pflegebedürftigen im Landkreis zuhause zu betreuen.

Aber nicht nur der Pflegedienst vertraut auf Elektromobilität und die nahe Beratung durch die Stadtwerke. Auch Autohäuser wie das Autohaus Hammer in Radebeul oder die Sachsengarage in Coswig setzen auf E-Mobilität. An der Sachsengarage wurden eine Wallbox angebracht, sowie eine Ladestation mit zweimal 22 kW installiert und die Abrechnungsdienstleistung „Stromticket“ für öffentliches Stromtanken bereitgestellt. Wer besonders „öko“ unterwegs sein will, nutzt zudem den grünen Strom des regionalen Energieunternehmens.

Elektromobilität: ENSO und DREWAG machen das Angebot komplett

Die Stadtwerke Elbtal bieten ihren Kunden praxisnahe Produkte und kümmern sich um die wesentlichsten Fragen rund um den Start in die Elektromobilität für Gewerbekunden. Bei manchen Detailfragen verweist Herr Buffi auch gerne an die größeren Energieunternehmen in direkter Nachbarschaft. „DREWAG und ENSO haben bereits viele Jahre Erfahrung mit E-Mobilität und Elektroautos. Auf dieses Wissen greifen wir zurück oder vermitteln den Kontakt“, erklärt Herr Buffi. Umfangreichere Aufgaben wie die Fuhrparkanalyse können dort effizient bearbeitet werden, auch Fragen zur Elektroauto-Förderung werden gern beantwortet. Selbst Probefahrten mit Elektroautos können bei diesen und ein paar anderen Energieunternehmen vereinbart werden.

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Fazit: Stromanbieter sind die Ansprechpartner „um die Ecke“ zur Elektromobilität

Auch kleine Strom- und Energieanbieter wie die Stadtwerke Elbtal sind bestens vorbereitet auf die Anforderungen der Elektromobilität. Neben unverbindlicher Beratung bieten diese oft auch den Installationsservice von Wallboxes oder sogar die bauliche Umsetzung von Ladesäulen an. Ein unverbindlicher Anruf bringt hier häufig schon erste Klarheiten, wenn man mit eigenen E-Autos und Ladesäulen auf dem eigenen Firmengelände durchstarten möchte.

Sollten Sie als kleines oder mittelständisches Unternehmen in Sachsen Interesse an der Förderung von E-Autos und von Ladestationen haben, finden Sie in unserer Checkliste zur Elektroauto-Förderung eine praktische Hilfe zum Ausdrucken. In unserem umfangreichen Whitepaper, das Sie kostenfrei herunterladen können, finden Sie auch zahlreiche Informationen zur Ladeinfrastruktur und zu Best Practices aus Sachsen. Sie haben Fragen oder eine Themenidee? Dann schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an frag@umschalten.de.