Förderung öffentlicher Ladeinfrastrukturen – Vom Antrag bis zur Ladesäule

Der Bund fördert die Installation und den Betrieb von Ladesäulen im öffentlichen Raum. Was gefördert wird und wie wir Sie dabei unterstützen, zeigen wir Ihnen in unserem neuen Blogartikel.

Der Erfolg der Elektromobilität hängt vor allem vom Aufbau eines bedarfsgerechten, flächendeckenden und nutzerfreundlichen Ladeinfrastrukturnetzes ab. Denn wenn im öffentlichen Raum eine ausreichende Anzahl an Ladesäulen verfügbar ist, gewinnen Elektrofahrzeuge deutlich an Attraktivität. Ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur unterstützt interessierte Kommunen und Unternehmen dabei. Viele Unternehmer stellen sich die gleichen Fragen. Wir geben Ihnen die Antworten und zeigen Ihnen, was gefördert wird, worauf es bei der Antragsstellung ankommt und wie wir Ihnen bei der Fördermittelbeantragung helfen können.

Was wird gefördert?

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert regelmäßig den flächendeckenden Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Bisher gab es drei Förderaufrufe. Der Dritte endete am 21. Februar 2019 und wir rechnen mit einem vierten Förderaufruf im Laufe dieses Jahres.

Ziel des Förderprogramms ist es, einen funktionierenden und breiten Wettbewerb zwischen den Anbietern der Ladeinfrastruktur zu etablieren und eine ansprechende Verteilung von Ladepunkten über das gesamte Bundesgebiet hinweg zu erreichen.

Welche Fördermöglichkeiten können in Anspruch genommen werden und welche Rahmenbedingungen gibt es?

Die Ladeinfrastruktur wird mit einem Anteil zwischen 30 % und 50 % vom Bund gefördert. Die Höhe richtet sich vor allem nach der geplanten Technik, die zum Einsatz kommen soll, und der Attraktivität des Standortes. Hierfür wurde für den letzten Förderaufruf eine Deutschlandkarte bereitgestellt, die das Land in Kacheln unterteilt. Pro Kachel ist die förderfähige Anzahl an Normal- und Schnellladern vorgegeben. Im Raum Dresden waren dies zum Beispiel 28 Normal- und 14 Schnelllader. Dadurch soll gewährleistet werden, dass eine gute Verteilung der neugeschaffenen Ladepunkte erreicht wird.

Ein zentrales Kriterium stellt zudem das Verhältnis Förderkosten zu Kilowatt (kW) neugeschaffener Ladeleistung dar. Je geringer die Kosten pro kW, desto wirtschaftlicher wird der Förderantrag bewertet. Neben der Attraktivität des Standortes geht mit einem erfolgreichen Förderungsbescheid auch eine 6 Jahre lange Zweckbindungsfrist einher. In dieser Zeit darf der Eigentümer nicht wechseln. Außerdem muss die Infrastruktur fachgerecht betrieben und gewartet werden.

Was versteht man unter öffentlichem Raum?

Die Förderung des Bundes wird nur für Ladesäulen gewährt, die im öffentlichen Raum aufgestellt und betrieben werden. Das bedeutet, dass die Ladesäulen 24 Stunden am Tag zugänglich sind. Zudem muss jede Säule über ein automatisiertes Abrechnungssystem verfügen, das per App oder Chipkarte funktioniert. Nicht zuletzt muss die Ladesäule roamingfähig sein und somit kompatibel zu allen gängigen Zahlungsmethoden.

Wenn Sie auf Ihrem Unternehmensgelände über einen öffentlich zugänglichen Parkplatz verfügen oder ein gewisser Teil des Geländes von jedem befahren werden darf, kommt eine Förderung somit bereits für Sie in Frage. Auch wenn die Ladepunkte grundlegend für Ihre Angestellten gedacht sind, können dadurch auch andere Elektroautofahrer Ihre Infrastruktur nutzen.

Welche Anwendungsfälle gibt es bereits?

Besonders Kommunen nehmen die Förderung ihrer Ladesäulen in Anspruch. Aber auch in der Privatwirtschaft ist die finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur beliebt. Ein Großteil der Unternehmen, die sich die Ladeinfrastruktur fördern lassen, verfügt von vornherein über öffentlichen Raum auf firmeneigenem Gelände. Dazu gehören zum Beispiel Hotels und Einkaufszentren. Zusätzlich dazu nehmen auch immer mehr Supermärkte die Förderung in Anspruch. Für Eventlocations werden Ladepunkte für Elektroautos ebenfalls zunehmend interessant. Häufig kommt der Impuls für die entsprechende Ladeinfrastruktur von Kunden der Unternehmen. Auch wenn der Bedarf somit nicht primär vom Unternehmen ausgeht, lassen sich Ladesäulen in diesen Fällen als Imagefaktor einsetzen.

Wie stellt man am besten einen Antrag auf Förderung?

Wenn Sie einen Antrag auf Förderung Ihrer Ladesäuleninfrastruktur stellen möchten, haben Sie zwei Möglichkeiten. Sie können sich direkt beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur informieren und eine Förderung beantragen.

Bei der zweiten Möglichkeit unterstützen DREWAG und ENSO Sie. Dabei übernehmen sie die Antragsstellung, die Installation, die Wartung und den Betrieb. Sie müssen sich nach erfolgreicher Antragsstellung um nichts kümmern und tragen lediglich den nichtgeförderten Anteil der Investitionskosten! Zukünftig können Sie sich über ein Onlinetool informieren und registrieren. Danach werden alle nötigen Details wie die technischen Rahmenbedingungen der geplanten Ladepunkte und Ihres Unternehmensstandortes geklärt. Gern besichtigt ein Techniker die Gegebenheiten vor Ort. Im Anschluss daran wird ein Angebot erstellt und Sie schließen mit DREWAG und ENSO einen Dienstleistungsrahmenvertrag ab. Danach kümmern sich die Energiedienstleister um die Antragsstellung beim Bundesministerium.

Wie hoch sind die Chancen auf Förderung und wie geht es nach der Antragsstellung weiter?

In den letzten Förderrunden waren die Chancen auf Bewilligung sehr gut. Pro definierter Flächeneinheit bzw. Kachel wird eine bestimmte Anzahl an Ladesäulen gefördert. Gehen mehr Anträge beim Bundesministerium ein, entscheidet die Wirtschaftlichkeitskomponente darüber, wer den Zuschlag bekommt. Danach rechnet man im Allgemeinen mit einer Bearbeitungszeit von durchschnittlich 6 Monaten. Erfolgt die Bewilligung der Förderung, bleiben Ihnen dann 12 Monate, um die Mittel abzurufen.

DREWAG und ENSO unterstützen Sie bei Ihrem Antrag auf Förderung

Förderanträge können zeitaufwendig und kompliziert sein. Daher unterstützen die Energiedienstleister DREWAG und ENSO Sie gern bei der Vorbereitung und Stellung eines Antrags auf Förderung Ihrer Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum. Gemeinsam planen werden die Ladepunkte geplant, die nötigen Rahmenbedingungen geklärt und dann Betrieb und Wartung der Infrastruktur übernommen. Weiterhin werden die Abrechnung gegenüber dem Fördermittelgeber durchgeführt und die Berichtspflicht übernommen. Der Fördermittelgeber wünscht die Meldung der Inbetriebnahme sowie die Übermittlung von Halbjahresberichten während der sechsjährigen Mindestbetriebsdauer. Diese umfassen z.B. die Nutzung der jeweiligen geförderten Ladestation.

Wir informieren Sie, sobald das Onlineformular für Sie zur Verfügung steht. Bis dahin schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an: frag@umschalten.de

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