Bedienungsanleitung fürs Elektroauto: So klappt die erste Fahrt

Sie sind noch nie Elektroauto gefahren und fragen sich, wo die Unterschiede liegen und was Sie vorab wissen sollten? Unsere Azubis Chris und Lydia haben sich ein E-Auto aus dem Fuhrpark geschnappt und zeigen in ihrem Video, worauf es bei der Umstellung ankommt.

In unserem Anleitungsvideo sind Chris und Lydia mit dem E-Golf von Volkswagen unterwegs. Fahren Sie doch mit und erfahren Sie die wichtigsten Schritte von der Planung, zum Starten, Fahren bis zum Ankommen!

Schritt 1: Route planen und Ladestand kontrollieren

Die größte Umstellung vom Benziner oder Diesel zu einem reinen Elektrofahrzeug ist bedingt durch die heutigen Akkukapazitäten und die Ladesäulendichte in Deutschland. Kleine Erledigungen oder Fahrten als Lieferdienst sind für die E-Autos kein Problem. Längere Strecken erfordern jedoch etwas Planung.

Dafür eignen sich die Elektroauto-Routenplaner von stromticket.de und goingelectric.de

Nachfolgend erläutern wir Ihnen kurz beide Systeme.

 

stromticket.de

Auf stromticket.de können Sie Ihre Route ganz einfach planen, indem Sie die gewünschte Zieladresse auf der OpenStreetMap eingeben. Die Karte zeigt Ihnen dann mögliche Ladestationen in der Umgebung an, mit Ladepunkt, Typ, Stecker und kW-Angabe. Hier können Sie einfach unter der Adresse den Routenplaner öffnen und werden wie gewohnt navigiert.

In der Karte finden Sie alle Ladestationen, an denen der Zugang und die Abrechnung über das StromTicket-System erfolgt. In den kommenden Monaten werden die Ladestationen schrittweise in das e-Roaming-System eingebunden. Damit sind der Zugang und die Abrechnung zusätzlich zum StromTicket auch über verschiedene Apps wie zum Beispiel e-Charging sowie über Ladekarten möglich.

 

goingelectric.de

Wie bei anderen Navigationsdiensten geben Sie Ihren Startpunkt und Ihr Ziel ein. Klicken Sie nun auf „Autoroute“. Die Suche ermittelt alle verfügbaren Ladestationen auf der Strecke und berechnet automatisch die optimale Wegstrecke. Unter „Optionen“ können Sie das von Ihnen genutzte Elektroauto auswählen, so dass der Routenplaner die Batteriekapazität und den durchschnittlichen Energieverbrauch auf 100 Kilometer automatisch einberechnet.

Die Berechnung des Routenplaners erfolgt auf der Grundlage, dass das E-Auto zum Fahrtbeginn „vollgetankt“ ist, der Ladestand also möglichst 100 Prozent beträgt. Wichtig ist daher, wie beim Verbrennerauto, der Blick auf den entsprechenden Tacho vor der Fahrt. Es empfiehlt sich, jedes Parken zum Laden zu nutzen, sodass Sie sich immer darauf verlassen können, mit einem maximal geladenen Fahrzeug unterwegs zu sein.

Schritt 2: Das E-Auto starten und losfahren

Wer bereits einen Diesel oder Benziner mit Automatikgetriebe fährt, muss sich beim Elektroauto bezüglich der Schaltvorgänge nicht umgewöhnen. Auch hier gibt es einen Schalthebel mit den Modi „Parken“ (P), „Rückwärts fahren“ (R), „Leerlauf“ (N für engl. „no-load“) und „Fahren“ (D für engl. „drive“).

Zum Starten des Motors dreht man wie gewohnt am Zündschloss oder drückt auf den entsprechenden Knopf. Sofort fällt auf: Die Motorengeräusche sind minimal. Das sollte unbedingt beim Fahren beachtet werden, denn auch Passanten, Radfahrer und andere Autofahrer nehmen ein Elektroauto vor allem mit den Augen, jedoch nicht so sehr mit den Ohren wahr. Um beispielsweise sehbehinderte Menschen besser zu schützen, gibt es in den USA und Europa Überlegungen zu künstlichen Geräuschen eines Elektroautos. Hier erfahren Sie wie laut der „UN-Wirtschaftskommission für Europa“ ein vorgeschriebenes Beschleunigungsgeräusch für E-Autos klingen könnte.

Vorausschauendes Fahren ist bis dahin also besonders wichtig, um andere Verkehrsteilnehmer zu schützen. Um zusätzliche Ladezeiten zu verhindern, empfiehlt es sich zudem, Energieverbraucher wie Klimaanlage, Heizung oder Lüftung nur dann einzuschalten, wenn es wirklich nötig ist.

Nach einer ruhigen Fahrt ganz ohne Emissionen parken Sie am besten an einer Ladesäule. So können Sie sich darauf verlassen, das zur nächsten Fahrt wieder genug „Strom im Tank“ ist.

Fazit: Etwas Umgewöhnung ist nötig

In unserem Beitrag und im Video haben Sie erfahren, was Sie bei Ihrer ersten längeren Fahrt mit einem Elektroauto erwartet. Nutzer von reinen Verbrenner-Autos mit manuellem Getriebe müssen sich umgewöhnen. Sollten Sie aber bereits ein Fahrzeug mit Automatikgetriebe oder einen Hybrid fahren, sind Ihnen einige Funktionsweisen schon bekannt. Wichtig ist es, die Routen im Voraus zu planen, was dank neuer Online-Werkzeuge aber nur noch weniger Minuten bedarf. Generell empfiehlt sich, anfangs mit kürzeren Stadt- bzw. Überlandfahrten zu starten, um sich vertraut zu machen. Danach sind auch längere Strecken mit Zwischenladungen kein Problem mehr.

 

umschalten.de wünscht Ihnen viel Spaß bei der ersten Fahrt mit Ihrem Elektro-Auto!

In unserem nächsten Video erfahren Sie, wie das Laden an Ladesäulen funktioniert, welche unterschiedlichen Ladesäulen es gibt und was zu beachten ist. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen.

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