Jung, innovativ, nachhaltig: E-Mobilität bringt auch Image-Gewinn

Die 1st Mould GmbH in Pirna investiert viel in Nachhaltigkeit, unter anderem auch in acht Elektrofahrzeuge. Im Interview erläutert Geschäftsführer Max Stauß seine Beweggründe und was er an der aktuellen Infrastruktur verbessern würde.

Direkt an der Elbe gelegen, hat sich der Spezialist für Kunststoff-Spritzguss 1st Mould GmbH auch zu einem Vorreiter für Nachhaltigkeit entwickelt. Das Unternehmen mit 36 Mitarbeitern denkt und handelt ökonomisch und ökologisch konsequent: Das Geschäftsgebäude verfügt über einen Warmwasserspeicher, eine Photovoltaik-Anlage und einen Wärmetauscher. Auf dem Parkplatz nahe dem Elbradweg stehen zudem zwölf Ladestationen zur Verfügung, die E-Auto- und E-Bike-Fahrer kostenfrei nutzen können.

,,Umwelt und Nachhaltigkeit sind die wichtigsten Themen unserer Zeit. Wir leben auf Pump der zukünftigen Generationen. Bei 1st Mould wollen wir mit gutem Beispiel vorangehen, vorausschauend denken und den Absprung wagen.“ – Max Stauß, Geschäftsführer von 1st Mould.

Warum investiert ein Kunststoff-Unternehmen in grüne Technologien? Was treibt den Geschäftsführer und seine Mitarbeiter an? Im Video-Interview beantwortet Max Stauß unsere Fragen und möchte Denkanstöße zur aktuellen Lade- und Abrechnungsinfrastruktur, die die flächendeckende Nutzung von Elektromobilität noch erschwert, geben.

Wie steht das Unternehmen zu E-Mobilität?

Max Stauß ist selbst überzeugter Elektro-Fahrer. Für ihn ist es ein großartiges Gefühl, mit dem E­ Auto die Natur seiner Heimat zu erkunden. Die wirtschaftlichen Vorteile wie geringere Wartungs- und Verbrauchskosten kommen hinzu, ebenso der positive Image-Effekt für das Unternehmen. Er sieht nicht nur den ökologischen und ökonomischen Nutzen von E-Autos und E-Bikes, sondern bietet Auto- und Radfahrern kostenfrei an, ihre Fahrzeuge auf dem Firmenparkplatz zu laden. Die E-Bikes aus dem eigenen Fuhrpark können sogar ausgeliehen werden.

Als deutlicher Bekenner einer nachhaltigen Mobilität wünscht sich der Geschäftsführer mehr, dass die Ladeinfrastrukturen eine flächendeckende Nutzung von E-Autos hergeben. Er vermisst vor allem mehr Druck seitens der Bundesregierung bei der Einführung eines einheitlichen Zahlungssystems. Die verschiedenen Abrechnungssysteme sorgten zudem dafür, dass man als lnfrastrukturanbieter mehr Kosten als Umsätze habe. Zudem hofft er, dass sich auch noch mehr größere Städte ein Beispiel an Leipzig nehmen, wo Elektro-Autos bereits heute stadtweit kostenfrei geladen werden können.

 

Hintergrund: Die 1st Mould GmbH aus Pirna

Das Unternehmen ist Spezialist für Prototypen aus Kunststoff. Kleine, mittlere und große Unternehmen bestellen hier in Klein- und Vorserien. Pro Jahr werden so ca. 350 Werkzeuge produziert. Die 1st Mould GmbH wurde 2005 gegründet und ist der Region Sächsische Schweiz stets treu geblieben. Das neue Produktionsgebäude wurde 2017 direkt am Elberadweg eröffnet Der Fuhrpark des Unternehmens besteht aus aktuell acht Elektroautos und zwei Elektrofahrrädern. 2012 wurde Geschäftsführer Max Stauß als „Unternehmer des Jahres“ nominiert.

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